Hochzeitsbudget planen: Die Verteilung, die funktioniert
Über Geld spricht man nicht, sagt der Volksmund. Bei der Hochzeitsplanung sollte man es als Erstes tun. Ein Budget, das beide Partner und gegebenenfalls die Eltern kennen, verhindert die meisten Konflikte der nächsten zwölf Monate. Hier ist die Verteilung, die bei den meisten Paaren aufgeht.
Was eine Hochzeit in Bayern kostet
Für eine Hochzeit mit 80 Gästen, Location, Catering, Fotograf, DJ, Blumen und Kleidung liegen die Gesamtkosten in der Region meist zwischen 15.000 und 30.000 Euro. Kleine Feiern im engsten Kreis sind ab etwa 5.000 Euro machbar, aufwendige Schlosshochzeiten mit 150 Gästen erreichen 50.000 Euro und mehr. Der größte Hebel ist die Gästezahl: Jeder Gast kostet über Essen, Getränke, Sitzplatz, Einladung und Gastgeschenk im Schnitt 120 bis 200 Euro.
Die Verteilung als Faustregel
- Location und Catering inklusive Getränke: 45 bis 50 Prozent
- Fotograf und Video: 10 bis 12 Prozent
- Kleidung, Ringe, Styling: 10 Prozent
- Musik und Unterhaltung: 6 bis 8 Prozent
- Blumen und Dekoration: 6 bis 8 Prozent
- Papeterie, Gastgeschenke, Torte: 4 bis 5 Prozent
- Trauung, Redner, Gebühren: 2 bis 3 Prozent
- Puffer für Unvorhergesehenes: 10 Prozent, nicht verhandelbar
Die Posten, die fast jeder vergisst
- Trinkgelder für Servicepersonal, DJ und Fahrer
- Übernachtungen und Transfers für das Paar
- Anproben, Probestyling, Probeessen
- Korkgeld und Überstunden des Personals nach der Sperrstunde
- Kinderbetreuung während der Feier
- Der Tag danach: Brunch, Rückgabe der Leihware, Reinigung des Kleids
Wo sich sparen lässt, ohne dass es jemand merkt
Ein Freitag oder Sonntag statt Samstag senkt Location- und Dienstleisterpreise oft um 10 bis 20 Prozent, im Winter noch mehr. Saisonale Blumen kosten die Hälfte von importierten. Ein guter DJ ist günstiger als eine Band und spielt sechs Stunden ohne Pause. Musterkleider, Second-Hand und Leihdeko sind etabliert. Und die wirksamste Einsparung bleibt eine ehrliche Gästeliste.
Woran Sie nicht sparen sollten: am Fotografen, am Essen und an der Tontechnik für die Reden. Das sind die drei Dinge, an die sich Gäste noch Jahre später erinnern.
Angebote vergleichen wie ein Profi
Rechnen Sie jedes Angebot auf den Preis pro Gast um und listen Sie auf, was enthalten ist. So werden Pauschalen und Einzelposten vergleichbar. Auf der Hochzeitsmesse holen Sie an einem Nachmittag Angebote von mehreren Locations, Caterern und Fotografen ein, mit Messekonditionen und ohne Terminvereinbarung.
Häufige Fragen
Wer zahlt die Hochzeit?
Heute meistens das Paar selbst, oft mit Beteiligung der Eltern an einzelnen Posten wie Kleid, Getränken oder Torte. Klären Sie früh, wer was übernimmt, damit jeder mit derselben Zahl plant.
Wie führen wir das Budget am besten?
Eine Tabelle mit Posten, Angebot, Vertragssumme, Anzahlung und Restzahlung reicht. Wichtig ist, dass beide Partner Zugriff haben und jede Ausgabe sofort eingetragen wird.
Was, wenn das Budget nicht reicht?
Erst Gästeliste, dann Termin, dann Dienstleister-Umfang anpassen. Ein kleinerer Kreis an einem Freitag mit demselben Fotografen ist fast immer besser als 120 Gäste mit Kompromissen überall.
Zum Thema: Hochzeitsbudget planen
Stimmungsbild: Papeterie ist ein eigener Posten im Budget. Save-the-Date geht rund ein Jahr vorher raus, die Einladung etwa vier Monate vor dem Termin.Weiterlesen