Eheringe auswählen: Material, Passform, Gravur
Die Eheringe sind das einzige Stück der Hochzeit, das Sie danach jeden Tag tragen. Deshalb zählt bei der Auswahl mehr als Optik: Material, Profil, Breite und Passform entscheiden, ob der Ring in zehn Jahren noch gern getragen wird. So finden Sie ihn.
Das Material
- Gelbgold 585 oder 750: klassisch, warm, gut zu bearbeiten. 750 hat mehr Goldanteil und ist weicher.
- Weißgold: wird rhodiniert und muss alle paar Jahre aufgefrischt werden, sonst wird es gelblich.
- Roségold: warmer Ton, der zu vielen Hauttönen passt, im Trend.
- Platin: schwer, dicht, hypoallergen, verfärbt sich nicht, teuerstes Material.
- Palladium: leichter und günstiger als Platin bei ähnlicher Optik.
- Edelstahl, Titan, Tantal: robust und preiswert, aber später kaum änderbar.
Passform und Profil
Ein Ring mit innen abgerundetem Profil (Komfortpassform) trägt sich deutlich angenehmer als ein flacher. Breiten zwischen 4 und 6 Millimetern sind der Standard, sehr breite Ringe brauchen eine viertel Größe mehr. Lassen Sie die Größe nachmittags messen, wenn die Finger etwas dicker sind, und nicht direkt nach Sport oder im Winter draußen.
Wer viel mit den Händen arbeitet, wählt eine mattierte Oberfläche und ohne Steinfassung. Diamanten im Damenring sind schön, sollten aber bündig gefasst sein, damit sie nicht hängen bleiben.
Was Eheringe kosten
Ein Paar schlichte Ringe aus Gold 585 beginnt beim Juwelier bei etwa 800 bis 1.200 Euro, mit Diamanten und in 750er Gold liegen viele Paare bei 1.500 bis 3.000 Euro, Platin darüber. Goldschmiede fertigen individuell, oft zu ähnlichen Preisen wie Serienringe, mit dem Unterschied, dass Sie beim Entstehen zusehen können. Beliebt sind Trauringkurse, bei denen Paare ihre Ringe unter Anleitung selbst schmieden.
Gravur und Zeitplan
- Klassisch: Namen und Datum innen. Persönlich: ein Wort, ein Ort, Koordinaten, die Handschrift des Partners.
- Lasergravur erlaubt fast alles, Handgravur wirkt edler und kostet mehr.
- Anfertigung 4 bis 8 Wochen, Sonderanfertigung bis 12 Wochen. Ringe spätestens 3 Monate vorher bestellen.
- Ringe vor der Hochzeit einige Tage probetragen, um die Größe zu prüfen. Nachträgliche Änderungen sind meist möglich.
Fragen beim Juwelier oder Goldschmied
- Kann der Ring später geweitet oder verkleinert werden?
- Ist eine Nachbesserung der Oberfläche enthalten?
- Woher stammt das Gold? Recyceltes oder fair gehandeltes Gold ist verfügbar.
- Was kostet die Gravur, und ist eine Probe möglich?
- Gibt es einen Trauringkurs, und wie lange dauert er?
Häufige Fragen
Müssen beide Ringe gleich aussehen?
Nein. Viele Paare wählen dasselbe Material und Profil, aber unterschiedliche Breiten oder Details. Auch zwei völlig verschiedene Ringe sind üblich.
Verlobungsring und Ehering zusammen tragen?
Ja, meist am selben Finger übereinander. Achten Sie darauf, dass beide Ringe die gleiche Legierungsfarbe haben und der Ehering die Fassung des Verlobungsrings nicht beschädigt. Juweliere bieten passende Vorsteckringe an.
Welche Hand?
In Deutschland wird der Ehering traditionell rechts getragen, der Verlobungsring links. Das ist aber Ihre Entscheidung, in vielen Ländern ist es umgekehrt.
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Stimmungsbild: Material, Breite und Gravur entscheiden sich beim Anprobieren. Für eine Anfertigung sollten Sie sechs bis acht Wochen einplanen.Weiterlesen